Die portugiesische Region “Beira Interior“ ist eher eine Einöde, in der selbst ein Bewohner sagen, dass dies das Ende der Welt ist. Doch alle zwei Jahre steigt genau in dieser verlassenen Region das „Boom-Festival“ - eine der wichtigsten Trance-Musik-Veranstaltungen der Welt.
Es gibt vier Tanzflächen auf dem überaus großen Areal. Daneben auch Restaurants, Bars und sogar an eine Betreuung für Kinder ist gedacht. Neben der Musik gibt es hier Farben sprühende Skulpturen und Installationen - ein absolut buntes Bild wohin man auch schaut. Aus mehr als 60 Ländern kommen die Besucher und die Künstler in das trockene, staubige und brütend heiße Beira. Viele von ihnen trifft man in Birkenstock-Sandalen und barfuß an, noch mehr von ihnen haben Rastamähnen, Aladinhosen, Batik und ab zu auch mal kunterbunte Körperbemalungen. Ohne Zweifel ist dies eines der buntesten Festivals der Welt, von dem aber die wenigsten wissen.
Denn nirgendwo sieht man Werbung von Handy-, Fast-Food- oder Getränkefirmen zu sehen. Das Motto der Organisatoren lautet „Unabhängigkeit ja, Marketing nein“. Das ist auch gar nicht erforderlich, denn der Kartenverkauf und sowie die Einnahmen der Gastronomie bringen genug Geld ein. Die Kosten sind gedeckt und so will und muss die Organisationsfirma „Good Mood“ keine Werbung machen. Das Festival soll auch keine „überlaufene Mainstream-Veranstaltung“, so behaupten es die medienscheuen Partner. Aus diesem Grunde hat man die Teilnehmerzahl des Events auch auf 26.000. Allerdings gibt die Polizei an, dass zum diesjährigen Boom 50.000 Besucher gekommen sind. Unter ihnen auch viele „Alt-Hippies“, die schon auf mehr als 60 Frühlinge zurückblicken. Unter den Besuchern waren aber auch viele Familien mit Kleinkindern zu finden.


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