Mark Chapman, der Mörder von John Lennon bleibt auch rund 30 Jahre nach der Tat weiterhin im Gefängnis. In New York lehnte das Gericht den inzwischen sechsten Antrag des 55-jährigen Chapman auf Entlassung aus der Haft ab.
Am Dienstag dieser Woche entschied sich ein dreiköpfiger Ausschuss nach einem Gespräch mit Chapman gegen dessen Freilassung, berichtete ein Sprecher des Gremiums mit. Zuvor hatte die Witwe von Lennon, Yoko Ono (77), erneut an die Justiz appelliert, dem Antrag von Chapman nicht zu folgen. Sie betonte nach Angaben ihres Anwalts in einem Brief an die Kommission, dass der Mörder ihres Mannes weiterhin hinter Gitter gehöre.
Im Dezember 1980 hatte der geistig verwirrte Chapman Lennon vor dessen Haus in New York mit mehreren Schüssen getötet. Mehrere Gutachten bescheinigten, dass Chapman unter einer Psychose leide. Dennoch erklärte er sich selbst des Mordes schuldig und wurde damals zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 20 Jahren verurteilt. Seine Strafe verbüßt Chapman im Hochsicherheitsgefängnis Attica (US-Staat New York). Er kann seit dem Jahre 2000 im zweijährigen Rhythmus um Entlassung bitten.
Das Chapman immer noch im Gefängnis sitzt ist darin begründet, dass das US-Strafrecht, anders als das Deutsche, eine Bewährungsprüfung am Ende der Haftzeit vorschreibt. Dabei reicht im Staat New York ein einziger Protest gegen ein Entlassungsgesuch, damit dieses abgelehnt werden kann. Den bisherigen Gesuchen auf Freilassung hat sich Yoko Ono stets widersetzt. Sie fordert immer wieder von den Verantwortlichen, das Chapman niemals entlassen werden darf, weil sie sich selbst gefährdet fühle. Sie erkläre bis heute kontinuierlich, dass sie noch immer Angst vor Chapman habe. Zudem habe der Täter kein normales Leben verdient.


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