Musikfestival „Nature One“ startet in Koblenz


60.000 Techno-Fans werden vom heutigen Donnerstag an bis zum kommenden Sonntag auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna in Kastellaun in Rheinland-Pfalz erwartet. Drei Nächte lang wird es hier dröhnende Elektrobeats und zuckende Laserstrahlen strahlen geben, die die ehemalige Raketenbasis in einen riesigen Dancefloor. Das Musikfestival „Nature One“ ist das erste Festival seiner Art nach der Katastrophe bei der Loveparade, bei der 21 Menschen bei einer Massenpanik starben und Hunderte verletzt wurden.
Anders als in Duisburg ist sich die Polizei in Kastellaun sicher, dass das Spektakel keine Gefahren wie bei der Loveparade beherberge. „Nach allem, was wir bisher von Duisburg als Gefahren- und Unglücksursache kennen, gibt es aber nicht im Ansatz vergleichbare Gefahrensituationen bei Nature One“, hieß es. Zudem sei das Gelände riesengroß und habe sehr viele Fluchtwege, die in alle Richtungen führen. Neben der Polizei konnte auch der Veranstalter alle Bedenken wegwischen.
Während der „Nature One“ soll auch der Toten der Loveparade gedacht werden. Ob die Ereignisse der letzten Tage der Stimmung des Festivals einen Abbruch tut, ist nicht abzuschätzen. In jedem Fall bliebt der nach der Loveparade-Katastrophe befürchtete Einbruch beim Ticketverkauf aus. Eine Sprecherin sagte, „Der Vorverkauf läuft gut, wir peilen immer noch die 60 000 an.“
Mehr als 300 DJs, unter ihnen auch Größen wie Paul van Dyk, Westbam oder Carl Cox, werden bei dem Spektakel auflegen. Es wird insgesamt 23 Bühnen unter freiem Himmel, in alten Bunkern oder Zelten geben. Zu hören gibt es aber nicht nur Techno-Beats, sondern auch Trance, House und Hardcore.

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