Neues von der Berlin Music Week


Die Popkomm war einst der wichtigste Treffpunkt der Musikindustrie - heute ist sie auf drei Tage zusammengeschrumpft, wird eingebettet in ein buntes Partyprogramm in ganz Berlin und das Ganze im Rahmen der Berlin Music Week. Waren es auf der Musikmesse einst 840 Aussteller aus 52 Ländern sind es jetzt man gerade die Hälfte. Aber das ist schon als Erfolg zu verzeichnen, denn im letzten Jahr fiel die Messe mangels Interesse ganz aus.
Am vergangenen Montag begann die Berlin Music Week in Berlin und kommt mit einem neuen Konzept daher. Die Clublandschaft in der deutschen Hauptstadt ist vielseitig und so werden alle Szeneläden in die Music Week eingebunden. Sieben Tage lang geht es richtig rund in Berlin und das nicht nur in den Club von Kreuzberg mit Mitte, sondern auch auf dem ehemaligen Rollfeld des stillgelegten Flughafens Tempelhof.
Gestartet ist die Messe mit dem Kongress „All2gethernow“, bei dem es primär um die Suche nach neuen Geschäftsmodellen geht. Plattenmillionäre gibt es nämlich schon lange nicht mehr, da zunehmend die Piraterie und illegalen Downloads im Internet der Musikindustrie schwer zu schaffen machen. So sollten auf dem Kongress neue Ideen gefunden werden, wie man die Musik über das Internet besser vermarkten und dabei doch Geld verdienen kann.
Das die Musikbranche andere Wege geht und sich an der Moderne orientiert sieht man auch daran, dass die Berlin Music Week eine Kooperation mit der „Green Music Initiative“ eingegangen ist. In der Praxis bedeutet dies, das ein Konzept für eine klimaverträgliche Großveranstaltung entwickelt wurde. So werden bei der Vielzahl der Veranstaltungsorte und beteiligten Akteure CO2-Hotspots aufgedeckt und klimaschützende Maßnahmen umgesetzt. Auf der Messe gibt es wiederverwendbare Stände, nachhaltiges Catering und Solar-Boot-Shuttles.

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